Warum Auslandstierschutz?


Das ist eine gute Frage…
schließlich sitzen doch genug Tiere in deutschen Tierheimen.

In erster Linie bin ich der Meinung, dass Tierschutz keine (Länder-)Grenzen kennen sollte.

Tiere in Serbien werden als ,,Dinge“ ohne Gefühle angesehen. Vielen Menschen dort fehlt die Emphatie gegenüber den Tieren. Dementsprechend werden sie auch behandelt. ,,So lange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen das Menschen nicht denken!“
In Serbien gibt es keine Tötungsstationen, wie z.B. in Spanien oder Rumänien. Die Straße ist die Tötungsstation.
Täglich werden Tiere vergiftet, erschlagen, überfahren, totgeprügelt oder Welpen auf die Straße geschmissen. Sie leben ohne Futter, medizinische Versorgung und können sich ungehindert vermehren. Die Folgen sind Hunger, Durst, schwere Erkrankungen und Vermehrung. In einigen Tierheimen herrscht sogar Kannibalismus, da die Betreiber sich das Geld in die eigene Hosentasche wirtschaften und die Hunde sich selbst überlassen.

Der Tierschutz steckt in Serbien noch in den Kinderschuhen. Die Tiere sind nur selten kastriert und wenn eine Hündin Babys bekommt, werden sie einfach getötet oder auf der Straße entsorgt. Oft findet man nur wenige Wochen alte Welpen auf der großen Müllkippe wieder – getrennt von ihrer Mutter – ohne Überlebenschancen.

Diese Tiere brauchen unsere Hilfe und dabei spielt es keine Rolle, ob sie aus Serbien, Afrika oder aus Deutschland kommen. Ich bin für Tierschutz vor Ort, doch in Rahmen werden einige Fellnasen ihr Glück auch hier finden können, da es wirklich schwierig ist sie vor Ort zu vermitteln. Alle Tiere, die aus Serbien nach Deutschland vermittelt werden, haben ein sicheres Zuhause in einer Pflege- oder Endstelle gefunden. Keines unserer Tiere hat oder wird jemals ein deutsches Tierheim von innen sehen.

Die Tiere kommen gechipt, geimpft und kastriert nach Deutschland und sind aufgrund ihrer Vergangenheit unglaublich gut sozialisiert. In ausländischen Tierheimen und in Rudeln haben sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten erlernt.

Die Tatsache ist:
Den Tieren im Ausland geht es unendlich schlecht! Da wäre ein deutsches Tierheim für sie ein Luxushotel. Sie verhungern auf offener Straße und erliegen oft ihren Unfallverletzungen.

Sinnvoller Auslandstierschutz bedeutet großflächig kastrieren und dem Elend so ein Ende zu setzen. Aufklärungsarbeiten – den Menschen und vor allem Kindern nahe bringen das wir Verantwortung und Mitgefühl gegenüber den Tieren haben müssen.

Aus Erfahrungsberichten finden Menschen oft kein passendes Tier in Tierheimen oder ,,man ist nicht wohlhabend und bleibt nicht ständig zu Hause“, so dass ein Tier, obwohl Interesse besteht gar nicht erst vermittelt wird.  Dann geht man zum Züchter (oft mal auch zum Hobbyzüchter weil billiger), oder noch schlimmer; unbewusst gerät man an ,,Hundehändlern“. Ist das sinnvoll sowas zu unterstützen, während sie woanders auf bestialische Art und Weise ermordert werden? Sind diese Hunde egal, nur weil sie nicht aus Deutschland kommen? Jedes Tier ist es wert gerettet zu werden, egal welches. Tierschutz kennt keine Grenzen.

Helfen Sie mir, helfen zu können. Die Fellnasen sind auf UNS angewiesen!

Danke im Namen der Tiere